Theater für Kinder

 

Theater für Kinder+++Pressestimmen+++Ben liebt Anna - Beispiel einer Inszenierung


Pressestimmen zu Theaterprojekten an Grundschulen

Pressestimmen zu Theaterkursen

Pressestimmen

Innerhalb einer Projektwoche hat eine Grundschule ein Theaterstück zu einem selbst gewählten Thema erarbeitet. Die Pressebereichtte von zwei Beispielen sind unten angeführt.

Bericht vom 22.5.14

Hurra – Schneewittchen lebt!
Theaterprojekt der Grundschule Auggen / 104 Kinder führen heute ein Märchenstück auf.
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Die Generalprobe für Schneewittchen ist gestern gelungen. Foto: Umiger

AUGGEN. "Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?", fragt die Stiefmutter. "Schneewittchen hinter den sieben Bergen bei den sieben Zwergen ist tausendmal schöner als Ihr", antwortet heute Abend in der Sonnberghalle Auggen nicht jener Spiegel, sondern eine ganze Spiegelgruppe. Alle 104 Grundschüler spielen das Märchen Schneewittchen, und jedes Kind hat seine Rolle.

Die Aufführung ist das Ende und der Höhepunkt der Theaterprojektwoche an der Brunnwart von Augheim-Schule. Nur vier Vormittage haben die Kinder geprobt mit dem Theaterpädagogen und Leiter des Freiburger Theaters Creativo, Uwe Fröhlich. Er hat auch das Drehbuch geschrieben und begleitet die vier Lieder, die er komponiert hat, mit der Gitarre. Unterstützt wird der Regisseur von drei Schauspielern aus dem Freien Theater Tempus fugit aus Lörrach, von Schulleiter Claus Richter und dem Lehrerteam der Auggener Schule.

Sechs Grundschulklassen mit über 100 Kindern von sechs bis zehn Jahren unter einen Hut zu bringen und jedem Kind zu vermitteln, dass sein Part ein Mosaikstein ist für das Miteinander, ist sicher nicht einfach. Aber es klappt. Bei der gestrigen Hauptrobe agierten die Kinder mit einer spielerischen Leichtigkeit, diszipliniert, konzentriert und mit gegenseitiger Rücksichtnahme. Sie hörten zu, spielten mit und setzten jede Vorgabe spontan um. Erstaunlich ist, dass die Kinder in nur vier Proben ihre Texte und Gesten, Tanzen und Singen gelernt haben. Das passt zum Profil "Lesende Schule", sagt Lehrerin Michaela Wagner. Im Vorfeld habe die Märchenerzählerin Karin Hansen in jeder Klasse zum Einstieg das Märchen Schneewittchen vorgelesen. Die Begeisterung der Lehrer habe Andrea Niederstadt auf den Förderverein übertragen, der das Theaterprojekt finanziert, lobt Wagner.

Für die Hauptprotagonisten haben der Rektor und die Klassenlehrer eine Vorauswahl getroffen, ausgesucht wurden die Solisten – Schneewittchen, der Prinz und die Stiefmutter – nach dem Vorsprechen von Uwe Fröhlich. Die Kunst der Teamarbeit ist, dass keiner im Vordergrund steht. Tragende Rollen haben auch die Gruppen, so die Zwerge, das Volk, der Hofstaat mit dem König, der Prinz samt Gefolge und die Bäume – gespielt von quirligen Erstklässern.

Vor dem Happyend wird das vergiftete Schneewittchen vom Prinz wachgeküsst – sagt das Volk. Man sieht das aber nicht. Denn wer küsst schon gern im Grundschulalter, dazu auch noch öffentlich? Doch der Jubel über das wiedererwachte Schneewittchen und der Zorn der bösen Stiefmutter sind natürlich echt. Und wenn sie nicht gestorben sind, leben sie noch heute – die Märchenfreunde, die den Einsatz der talentierten Kinder mit viel Applaus belohnen sollten.
Schneewittchen: Märchentheater der Grundschüler aus Auggen, Aufführung heute, Freitag, 16. Mai, 17 Uhr, in der Sonnberghalle Auggen. Der Eintritt ist frei. Spenden für den Förderverein, der anschließend die Gäste bewirtet, sind willkommen.

Bericht vom 22.5.14

In den Orient eingetaucht


Aufführung in Buggingen.


Von Lampenfieber keine Spur: Bugginger Schulkinder spielten mit orientalischem Flair Theater. Foto: zvg/schule

BUGGINGEN. Nach einer spannenden Projektwoche (die BZ berichtete) konnte Christine Knox, die Rektorin der Grundschule Buggingen, am Freitagabend die Theateraufführung der 133 Grundschüler eröffnen. Die Festhalle war mit geladenen Gästen, Eltern, Geschwistern und Verwandten voll besetzt.

Innerhalb einer Woche hatten die Kinder in vier Gruppen, bestehend aus jeweils zwei Klassen, mit ihren Lehrerinnen und dem Theaterpädagogen Uwe Fröhlich 17 Szenen einstudiert. Neben Jaráda (Amy Fischer), ihrem nichtsnutzigen Mann Yassin (Samil Akgün), dem Kalifen (Fabrice Rapp) und seiner vorlauten Tochter (Vanja Steen) überzeugten viele Kinder in ihren Rollen, bei Gruppenszenen, mit Tänzen, Gesang und akrobatischen Einlagen. Die Talente konnten sie auf den vier Bühnen präsentieren. Die Kunstpädagogin Patricia Bailer schuf mit ihren grandiosen Bühnenbildern ein orientalisches Ambiente. Der gesamte Elternbeirat sorgte für das reich bestückte orientalische Buffet nach der Aufführung.

 

"Das soziale Miteinander stärken"
KURZ GEFRAGT mit Christine Knox zum Theaterprojekt.


Christine Knox Foto: privat

BUGGINGEN. Mehr als 100 Kinder der Grundschule Buggingen erarbeiten sich in einer Projektwoche ein Theaterstück. Am Freitag ist die Aufführung. Martin Pfefferle sprach mit Grundschulrektorin Christine Knox über die Idee zu dem Stück, die Begeisterung für eine orientalische Atmosphäre und das Ausbrechen aus dem Schulalltag.
BZ: Die Bugginger Grundschule gleicht im Moment einer Theaterproduktion. Wie sehen im Moment die Schultage aus?

Knox: Wir beginnen alle zusammen um acht Uhr mit dem gemeinsamen Singen von Liedern, die zu dem Stück gehören. Dazu kommt ein Aufwärmen, wie es Theaterprofis auch machen, also Sprech- und Atemübungen, auch Bewegungen gehören dazu. Dann geht es in vier Gruppen, bestehend aus jeweils zwei Klassen, die einzelne Szenen einstudieren.

BZ: Wie ist die Idee zu dieser besonderen Form eines Schulprojekts entstanden?

Knox: Wir haben in den vergangenen Jahren – seit die Schule ausschließlich Grundschule ist – immer wieder Autorenlesungen in Projekttage eingebettet angeboten. Der Wunsch nach einem anderen Projekt war sowohl im Kollegium als auch bei der Elternschaft da. Das Besondere ist, dass wir mit dem Theaterpädagogen Uwe Fröhlich und der Kunstpädagogin Patricia Bailer in der offenen Ganztagesbetreuung zwei Fachleute im Haus haben. Sie beide waren schon bei der Planung mit Lehrerinnen und Eltern dabei und begleiten die Projektwoche nun ganztags. Finanziell ist das möglich, weil engagierte Eltern sehr viele Sponsoren gefunden haben, die uns unterstützen.

BZ: Was sollen ihre Schülerinnen und Schüler von der Projektwoche und der Aufführung lernen?

Knox: Es zeigt sich schon jetzt, dass wir die Kinder von ganz anderen Seiten kennen lernen. Manche, die meist schüchtern sind, trauen sich zu, vor anderen aufzutreten und zu sprechen. Das oberste Ziel ist sicherlich, das soziale Miteinander zu stärken. Die Kinder lernen, sich einzubringen, aber auch, sich zurückzunehmen. Es ist ein Gemeinschaftserlebnis für die ganze Schule, das zwar mit viel Aufwand verbunden ist, uns letztendlich aber zusammenschweißt.

BZ: Können Sie schon verraten, was in dem Stück Járada passiert?

Knox: Das Theaterstück basiert auf einem orientalischen Märchen, das Karin Bailer den Kindern erzählt hat. Das war die Initialzündung. Die Kinder tauchten in die Geschichte ein, brachten Ideen, Requisiten und orientalische Kleider mit. Den roten Faden für das Stück entwickelte Uwe Fröhlich, die Szenen werden mit den Kindern ausgestaltet und eingeübt. Das ist Teil des Projekts. Sicher ist, es gibt einen Kalifen, ein Mädchen namens Járada, Yassin, den faulen Nichtsnutz und Räuber werden ihr Unwesen treiben. Mehr möchte ich noch nicht verraten!
Zur Person: Christine Knox, 45 Jahre alt, ist seit fünf Jahren Rektorin der Grundschule Buggingen.

Öffentliche Aufführung am Freitag, 14. März, um 17 Uhr in der Festhalle Buggingen. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten, danach Bewirtung durch den Elternbeirat.